Zauber Zauber - die Vielfalt der Magie im Apollo Varieté

Verblüffung herrscht im Saal. Gerade haben 500 Leute gemeinsam einen Zaubertrick durchgeführt. Aus einem Deck mit neun einfachen Pappkarten hält jeder von ihnen die Karte mit dem Konterfei Houdinis hoch über den Kopf. Keiner der Zuschauer wusste vor diesem Abend von seinen übersinnlichen Fähigkeiten. Doch Magier Philip Simon hat sie spielerisch in jedem Einzelnen zum Vorschein gebracht. 

Simon ist Conférencier im neuen Apollo-Programm „Zauber Zauber“, dass seit einer Woche im Theater unter der Rheinkniebrücke läuft. Roncalli-Chef Bernhard Paul ist künstlerischer Direktor und hat zusammen mit Regisseur Stefan Warmuth ein ungewöhnliches Varieté-Programm nach Düsseldorf gebracht. Die Show steht ganz im Zeichen der Magie, insgesamt neun Künstler überraschen das Publikum mit anmutigen und skurrilen, mysteriösen und komischen Nummern. Das Programm ist das 62. im Apollo und hat schon jetzt fast 3.000 Zuschauer angezogen. 

Dass Magie nicht gleich Magie ist, merkt der Gast in dem rund zweieinhalbstündigen Programm schnell. „Vielen Menschen fällt beim Stichwort Zauberei die zersägte Jungfrau oder das Kaninchen im Hut ein“, erklärt Theaterleiter John Kirkness. „In unserem Programm möchten wir zeigen, wie vielfältig die Zauberei wirklich ist“. 

Dies gelingt den Artisten problemlos. Jonathan David Bass, der auch schon in Las Vegas mit Siegfried und Roy auftrat, zaubert keine Kaninchen aus dem Hut. Bei ihm tauchen dafür exotische Vögel und Schlangen aus dem Nichts auf. Wie klassische Zauberei ganz modern interpretiert werden kann, zeigt auch Nestor Hato. Mit gerade einmal 24 Jahren zählt der Franzose zu den begehrtesten Illusionskünstlern weltweit.

Seine Zauberkarten erscheinen und entschwinden nicht einfach, sie fliegen regelrecht aus seinen Händen auf die Bühne. Auch optisch ist der Auftritt Hatos ein Highlight: mal mit roten, mal mit weißen Haaren, mal mit blauen und dann wieder mit orangen Karten – die unterschiedlichen Eindrücke reihen sich blitzschnell aneinander.

 Blitzschnell ist fast noch zu langsam, um die Darbietung des Duos Minasov zu beschreiben. Das russische Paar hat den Magical Quick Change, das schnelle und unsichtbare Wechseln von Kostümen, perfektioniert. Die Künstler, die unter anderem schon im Programm „Höhner Rockin’ Roncalli Show“ begeisterten, präsentieren in ihrer sechsminütigen Darbietung unzählige unterschiedliche Kostüme. Der männliche Part des Duos brilliert auch in einer Solo-Nummer. Als Ballonmann Victor verschwindet er vollständig in einem weißen Ballon. Ab und zu winkt ein Fuß aus der Ballonöffnung dem Publikum zu; wenn der Ballon jedoch wie ein Flummi zur Musik über die Bühne hüpft, fragt sich der Zuschauer unweigerlich, wo der Artist eigentlich geblieben ist. 

Der Illusionistin Belinda Roy gelingt es ebenfalls, in der Männerdomäne Magie zu überzeugen. Sie agiert kraftvoll mit Messern, schwebt hoch in der Luft und bildet einen charmanten Gegensatz zum männlich-dominanten Gedankenleser Jan Becker. Dieser entlockt seinem Publikum einiges, die PIN-Nummer der Kreditkarte kann dazu gehören. Abgerundet wird das vielschichtige Programm durch das seit 30 Jahren erfolgreiche Duo Omar Pasha. Mit ihrer Schwarzlichtmagie bringen sie orientalisches Flair an den Rhein – vorher machten sie auch schon in Australien und Hawaii Station. 

Bernhard Paul bezeichnet das aktuelle Programm als ein Feuerwerk der Zauberkunst und eine Parade des Geheimnisvollen. Kirkness ergänzt: „Neun Jahre nach der Grundsteinlegung beweist das Apollo wieder einmal, dass jedes seiner Programme einzigartig ist. Wir wünschen uns, dass sich viele Gäste davon überzeugen.“

Karten für die Shows -62. Programm (Mo-Fr 20.00 Uhr, Sa 17.00 und 21.00 Uhr, So 14.00 und 18.00 Uhr) gibt es an allen Vorverkaufsstellen, telefonisch unter 0211-828 90 90 oder an der Varieté-Kasse Mo-Fr 10-20.30 Uhr, Sa 11-21.30 Uhr, So 11-18.30 Uhr.

Druckfähiges Fotomaterial (300dpi) kann aus dem Internet heruntergeladen werden und zwar wie folgt:
Zugang: http://apollo.digitalgallery.de;
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Passwort: eh78H4F2.